Sigma 35mm F1.4 DG HSM Art – Eine Linse mit Charakter und tiefer Überzeugungskraft

Im letzten Jahr stand für mich ein großer Wechsel an. Kein Systemwechsel, wie ihn viele vollziehen. Für mich stand der Wechsel von Canon zu Canon & Nikon an. Klar, zu beginn wurde ich dafür immer wieder belächelt, doch im Nachhinein war dieser Wechsel für mich genau der Richtige. Mehrere Hochzeiten standen bereits in diesem Jahr für mich an. Mal die kleine Hochzeit im lokalen Standesamt. Mal die große Hochzeit in der dunklen Kirche, mit verschiedenen Lichteffekten oder auch eine Trauung unter dem nächtlichen Himmel, wenn auch mit einem Regenschauer. So individuell die Wünsche der Kunden oder auch Freunde sein können, so individuell sind auch Kundenaufträge. Vor allem bei der Location-Wahl für Hochzeitsbuchungen. Meine Nikon D750, die im letzten Jahr zu meinem Equipment sich dazugesellte, leistete enorme Dienste. Der Wow-Effekt positionierte sich bei jedem Ladevorgang in Lightroom und Photoshop. Zufrieden war ich meistens, doch ich möchte gerade bei Hochzeiten noch eine Schippe drauf legen, wie es bei uns im Ruhrgebiet so schön heißt. Also muss ein neues Objektiv her und diesmal für meine Nikon. Nun kamen die wunderbaren klassischen Fragen auf:

  • Festbrennweite, Allrounder oder ein spezielles Telezoom?
  • Welche Brennweite soll es werden?
  • Soll es viel Tiefenschärfe bieten oder sehr Lichtstark sein?
  • Original oder greife ich lieber wieder zu Sigma?
  • F2.8, F1.8 oder sogar F1.4?
  • Hohe Investition oder eher im mittleren Segment?

Ich tat mich wirklich schwer damit. Der Hauptfokus ist bei mir nunmal die Porträt und Hochzeitsfotografie. Im Canon-Bereich wüsste ich sofort zu welchem Objektiv ich greifen würde. Doch bei der Nikon ist für mich auch der Dynamikumfang entscheidend. Einige Suchvorgänge im Web führten mich so oder so wieder zu meinen geliebten Festbrennweiten hin.

Testen, prüfen und abwägen? Das Sigma 35mm F1.4 DG HSM Art wusste zu überzeugen

 

Manchmal hat es doch etwas Gutes, wenn man Spätschicht hat. So kann man Morgens in aller Ruhe nach Calumet und testen. Für mich war es, als wenn man ein Kind in einem Spielzeugladen los lässt. Optische Eindrucke an jeder Ecke. „Aber hey, nicht ablenken lassen. Du bist wegen einem neuen Objektiv hier“ sagte ich mir. Ein- bis 2 Aufnahmen mit dem Nikon Nikkor Objektiv mit selber Brennweite umgesetzt und den Preis erstmal sacken lassen. Kurz darauf empfahl mit der Verkäufer meines Vertrauens das Sigma 35mm F1.4 DG HSM Art. Alleine der Zusatz Art löste schon Bilder vor meinen Augen aus. Ich kenne einige Arbeiten, die mit diesem Objektiv umgesetzt wurden und ich war schon immer begeistert, welche Leistung dieses Objektiv bietet. Doch über den Investitionsrahmen habe ich mir keine Gedanken gemacht. Objektiv aufgesetzt, 2 Aufnahmen in den Räumlichkeiten eingefangen und ich traute meinen Augen kaum. Das musste ich genauer sehen. Als ich dann vor den Räumlichkeiten die ersten Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen testete, mal mit Blende 7.1, mit 9, dann hoch auf 11 und zum Schluss noch mit 16, was soll ich sagen. Genau das war es. Genau dieses Objektiv muss es werden. Diese Tiefenschärfe, diese Dynamik und vor allem diese Lichtstärke. Dieses Objektiv sprach für sich.

–> An dieser Stelle nochmal ein großes Danke schön an die beiden unbekannten jungen Frauen, die sich in Pose stellten :-)

Preis-/Leistungsverhältnis ist überragend

Auch wenn ich bisher noch kein Shooting mit diesem Objektiv hatte, doch die Aufnahmen sprechen schon für sich. In Kürze steht die nächste große Hochzeit an und diese wird wirklich Groß und dann wird sich das Sigma 35mm F1.4 DG HSM Art beweisen müssen und ich gehe stark davon aus, dass diese Linse überzeugen wird. Ohne große Schwierigkeiten. Ich habe jetzt 2 Touren mit dem Objektiv hinter mir und finde einfach keinen Schwachpunkt. Die Bilder sprechen für sich. Falls du diesen Betrag gerade liest und überlegst dir genau dieses Objektiv zu kaufen, ich kann dir nur sagen, kauf es. Sigma hat mal wieder gezeigt, dass sie bei Linsen die Nase wirklich weit vorne haben und verstehen, was ihre Kunden sich wünschen.

Ich kann für mich behaupten, dass war nicht das letzte Objektiv der Art Serie, welches den Weg in meine Kameratasche gefunden hat.

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