Die Sommermonate sind meist die Monate, in denen ich das meiste Geld ausgebe. Hier ein Festival, hier ein Ausflug, die berühmte Cranger Kirmes, dann der Jahresurlaub und auch einige Partys und Geburtstage. Gerade dann bleibt nicht mehr viel Geld um in die Kameraausrüstung zu investieren. Objektive, Zubehör, Stative oder auch eine 2. Kamera sind Anschaffungen die über kurz oder lang getätigt werden. Erfahrungsgemäß sind die Preisspannen in den Sommermonaten (aber auch im November/Dezember) höher als in den übrigen Monaten. Doch wie kann man weiter kommen, ohne nicht pausenlos auf der Stelle zu treten.

Workshop, Literatur oder Google?

Ich versuche bei jedem Shooting, bei jeder Bildbearbeitung, aber auch bei Spaziergängen mit meiner Kamera neue Wege zu gehen. Ein Bild mit dem ich gestern zufrieden war und dieses sogar als eines meiner Top-Bilder bezeichne, kann heute nach einer Fototour schon wieder als schlecht von mir angesehen werden. Mein Anspruch an mich und meine Fotografien ist sehr hoch. Daher versuche ich auch immer neues Know-How in mich aufzusaugen. Es gibt jedoch immer wieder Themen, die man nicht mal eben durch Lerning-by-Doing sich aneignen kann. Aktuell gibt es auch 2 Thema, die ich mir auf die Fahne geschrieben habe. Lohnt sich die Investition eines Workshops? Kalkuliere ich die Kosten führt An- und Rückfahrt, sowie Hotel- bzw. Unterbringungskosten hinzu, liege ich sehr schnell zwischen 600 – 1000 €. Meine bisherigen Erfahrungen mit Workshops sind nicht die besten. Viele Workshops drängen einen regelrecht dazu, den Stil des dozierenden Fotografen anzunehmen und auch so umzusetzen. Meine Erfahrungen mit der Fachliteratur sind dann deutlich die besseren. Aktuell arbeite ich mit einem Buch, in dem es um professionellen Look von Portraitaufnahmen geht. Dabei erkenne ich immer wieder, dass mir diese Art und Weise viel mehr bringt. Anhand von Beispielaufnahmen kann ich natürlich nicht alles auf meine Bilder übertragen, doch es eröffnet mir Facetten, wie ich in Zukunft meine Fotografie umsetzen kann.

Wenn man sich mit einem Thema auseinandersetzen will und kein Geld dafür investieren möchte, gibt es noch Google und ggf. Youtube. Wie bei so vielen Themen, kann man hier genau das finden was man sucht, aber auch vieles entdecken, was man überhaupt nicht benötigt. Vor einiger Zeit setzte ich mich mit dem Thema Dodge & Burn auseinander. Hierbei handelt es sich um einen Klassiker in der Bildbearbeitung unter dem Thema Beautyretusche. Man findet zu diesem Thema unzählige Youtube Videos, Artikel aus Blogs und Homepages die sich damit befassen. Über viele Videos konnte ich mir einen Eindruck verschaffen, wie ich diese Technik einsetzen könnte. Über einige Artikel konnte ich interessante Tutorials entdecken, die ich jedoch nicht so anwenden konnte wie ich es mir erhofft hatte. Was natürlich auch daran liegt, dass ich weniger im Bereich Beauty fotografiere. Der große Vorteil liegt jedoch darin, je mehr man an Know-how über dieses Thema in sich aufnehmen kann, desto deutlicher kann man seine Posings und die Belichtung beeinflussen, um bei einem nächsten Shooting diese zur Anwendung zu bringen.

Bedeutet Investition immer gleich Geld ausgeben?

Natürlich nicht.
Wenn ich von Investition spreche, gehört für mich viel mehr der investierte Zeitaufwand mit dazu. Zeit ist vor allem in der Hobbyfotografie die größere Investition, als die simplen Euros. Wenn ich eine Technik oder eine Art zu fotografieren erlernen möchte und nicht die Geduld oder auch die Zeit habe dies über aufwendiges Einarbeiten über Fachbücher oder über Videos mir anzueignen, bleibt mir keine andere Wahl als zu einem Workshop zu greifen. Doch sollte man dann  abwägen, ob sich die finanzielle Investition wirklich rechnet.

Regelmäßiger Austausch und „netzwerken“

Ein wichtiger Punkt für mich ist der regelmäßige Austausch, dem sog. netzwerken. Wenn ich interessante Arbeiten, Facebookseiten, Fotoblogs oder Tutorials entdecke, setze ich mich meist mit den Autoren/Fotografen in Verbindung. Meist bekommt man so noch interessante Tipps oder konstruktive Kritiken zu eigenen Arbeiten. Ich würde nicht sagen, dass dieser Weg einen Workshop, die Fachliteratur oder Tutorials/Videos ersetzt, aber man hat so eine gute Möglichkeit Kritik und Hilfestellung zu erhalten. Die Investition ins netzwerken zahlt sich über lange Sicht viel mehr aus und sie ist zudem kostenfrei.

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