Doerky’s Sonntagsfüller #2 – Natur, Natur, Natur

Ich sitze gerade an einigen Aufnahmen aus der Natur, die innerhalb der letzten 3 Wochen entstanden sind. Jedes mal wenn ich meine Kamera nehme und mich in Richtung Natur bewege, stelle ich mir die Frage, in wie weit meine Naturaufnahmen wirklich der Natur und ihrer Natürlichkeit entspricht. Seien es Bäume, Sträucher, Blätter, eine gesamte Naturkulisse oder einfach ein Lichtspiel durch die Sonneneinstrahlung. Ist das wirklich natürlich? Ich fange Momente ein, die die Natur in ihrem Dasein von der schönen Seite zeigt. Doch wieviel von dem ist wirklich die schöne Natur. Ist die heutige Natur noch schön?

Natur bedeutet für mich Realismus

Wenn ich durch einen Park oder an einem Ufer eines Flusses oder eines Kanals entlang laufe fällt mir zu erst eines auf, Dreck und Verunreinigung. In einem Park sieht man immer mehr erkrankte Bäume oder jede die durch Baumfällarbeiten nicht mehr das sind, was sie sein sollten. Wo findet man heute noch echte Natur? Was ist heute wirkliche Natur? Gut, ich drifte gerade in eine philosophische Fragestellung ab, doch wenn ich Naturaufnahmen umsetzen möchte und diese auch präsentiere, ist diese Frage wichtig. Was möchte ich jemandem mit meinen Bildern aus der Natur sagen. Seht her, ich habe Fotos gemacht von einzelnen, gut in Szene gesetzten Blättern oder Bäumen. Es zeigt das was ich selbst gesehen habe, doch wie es drumherum aussieht, zeigt das Foto wiederum nicht. Wieso sollte sich die Naturfotografie nur auf die schönen Dinge in der Natur konzentrieren? Verschmutzung, kranke Pflanzen, gefällte Bäume durch Stürme, aber auch Modernisierungen gehören für mich genauso zur Natur wie Verschmutzungen. Wieso sollte nicht genau dies ebenso auf einem Bild festgehalten werden, auch wenn es die Schönheit in einer neuen Form wiederspiegelt.

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