Supermond, Blutmond und Müdigkeit

Um 3:40h klingelte mein Wecker und bei einem ersten verschlafenen Blick aus dem Fenster konnte ich schon einen leichten roten Schimmer am erleuchteten Mond erkennen. Der angedeutete, besonders groß wirkende Supermond, war jedoch nicht am Himmel zu sehen. Das konnte meine Vorfreude nicht trüben. Ich nahm meine Kamera samt Stativ und ging zu meiner auserkorenen Location.

Wolken wären fatal

Ein klarer Himmel, eine kühle Luft und vollgeladene Akkus. Bessere Bedingungen hätte ich mir nicht wünschen können. Mittlerweile weile ging der Farbton von einem helleren orangenen Ton immer mehr in ein rot über. Stellenweise hätte ich mir eine größere Brennweite gewünscht, als maximale 300mm. Dennoch konnte ich mein Ziel, den Übergang vom hellen Ton des Mondlichts zum fast kompletten Blutmond für mich sehr gut einfangen.

Auch wenn es relativ früh war, für mich hat es sich gelohnt so früh aufzustehen. Einen Blutmond erlebt man nicht jeden Monat und diesen einzufangen stellt schon etwas besonderes für mich da. Aufnahmen aus der Natur oder wie in diesem Fall des Mondes kann mit der Farbgebung richtig spektakulär wirken. Nicht nur auf den Fotos, also den Ergebnissen, sondern auch für mich während der Erstellung dieser Aufnahmen.

Wer sich grundsätzlich für die Fotografie des Monds oder des Vollmonds interessiert sollte dies nie ohne ein Stativ probieren. Teilweise muss man (abhängig auch von der Kamera) mit Belichtungen arbeiten zwischen 0,6 und 2 Sekunden. Ich nutze zusätzlich eine digitale Fernbedienung über die ich auch Zeitintervalle von mehreren Sekunden programmieren kann und wie oft und in welchem Abstand diese auslösen sollen. Damit kann ich zusätzliche Vibrationen an der Kamera und somit auch verschwommene Bilder vermeiden.

6 Kommentare

  1. Hallo Dirk,
    ich hatte mir den Wecker gestellt und wurde selbstverständlich vor dem Klingeln wach. So konnte ich nichts verpassen und mein kleiner Sohn konnte weiterschlafen.
    Ich hatte sehr gute Sicht und viel ruhe. doch ich werde nächstes Mal mein Stativ nutzen und vielleicht eine höherwertige Kamera nutzen.
    Meine Fotos machte ich mit einer einfachen Reisekamera. Das musste reichen. ;)
    Falls Du Interesse hast:
    http://www.netzblogger.net/blutmond-2015-handaufnahmen/22352/

    LG Timm

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    1. Dirk Autor

      Hallo Timm,
      Kompliment. Ich habe solche Aufnahmen ohne Stativ nicht erwartet. Von der TZ 61 habe ich jetzt schon häufiger gehört und gelesen. Hast du deine Aufnahmen nachträglich noch bearbeitet oder mit manuellen Einstellungen die Aufnahmen erstellt?

      Meine Aufnahmen sind alle mit einem 70-300er Objektiv entstanden ohne Filter.

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  2. Hallo Dirk,

    das sind trotz der Umstände tolle Fotos geworden!

    Habe auch schon gemerkt, dass das ohne Stativ bzw. generell die Möglichkeit, die Kamera irgendwo abzulegen etwas suboptimal und blauäugig war ;-)

    Viele Grüße aus Köln
    Sarah

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