Social Media vs. eigener Internetauftritt – Die virtuelle Präsentation

Ein Shooting ist beendet, die Aufnahmen sind bearbeitet und wie geht es nun weiter? Eine Möglichkeit wäre es, seine Aufnahmen mit einem Wasserzeichen/Logo zu versehen und diese dann nach Facebook hochzuladen. Wenn es jedoch darum geht seine Arbeiten hochauflösend zu präsentieren, dann ist diese Variante suboptimal. Auch wenn bei der Erstellung eines neuen Albums die Option hochauflösend angeboten wird, sind die Aufnahmen dann noch lange nicht hochauflösend, dank Komprimierung. Unabhängig ob es sich dabei um das gängige Jpeg, PNG oder TIFF Format handelt. Eigentlich sollte seit 2010 die maximale Kantenlänge von 720 Pixel auf 2048 Pixel erhöht werden, zumindest im Bilddownload, doch in meinen bisherigen Versuchen mit hochauflösenden Fotos zu arbeiten, waren diese weiterhin komprimiert mit einer maximalen Auflösung von 720 Pixel und wurden später einfach vergrößert. Ein weiterer nicht gerade zu unterschätzender Einwand sind die AGBs, die sich nicht nur in aller Regelmäßigkeit ändern, sondern das es keine „wirkliche“ Möglichkeit gibt, seine Daten oder Fotos zu löschen. Damit wollte ich mich nicht zufrieden geben und sah mich nach Alternativen um.

Der erste Gedanke ist dann natürlich einen eigenen Internetauftritt zu designen und zu programmieren. Dafür stehen einem natürlich zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung wie man seinen Internetauftritt umsetzen möchte. Der größte Nachteil ist dann der Zeitfaktor. Es existieren zahlreiche Baukastensystem, die Provider als Lockmittel nutzen, damit man dort seinen Internetauftritt hostet. Für mich kamen diese ganzen vordefinierten Seiten nicht in Frage. Die Möglichkeiten der Skalierbarkeit waren dann dort doch sehr eingeschränkt.

Eine weitere Alternative zur eigenen Internetseite und zu Facebook sind Online Dienste, über die man seine Fotos hochladen, präsentieren und auch bei Facebook verlinken oder mit einer zur Verfügung gestellten Facebook App veröffentlichen kann. Eigentlich ein interessantes Thema, wenn dort teilweise nicht diese undurchsichtigen AGBs wären, über die man teilweise nicht wirklich erfahren konnte, wo die eigenen Fotos liegen. Wenn solche Dienste für mich in die engere Wahl kamen, waren diese leider kostenpflichtig und bewegten sich in einem Rahmen, in der eigene Internetauftritt, samt Domäne und Emailadressen deutlich günstiger wäre, sieht man von der Zeitinvestition einmal ab. 🙂

Unter dem Motto wer die Wahl hat, hat die Qual, stand ich vor mehreren Entscheidungen.
– wer soll mein Hosting Provider werden?
– soll ich die Zeit investieren meine PHP/HTML5 Kenntnisse aufzufrischen und die Fotografie erstmal hinten anstellen?
– Wieviel Speicher benötige ich?
– Soll es einfach nur Webspace, ein virtueller Server, ein Root Server oder sogar ein grosser Managed Server werden?

Doch die entscheidende Frage war, was habe ich mit meiner Internetpräsenz vor und was möchte ich damit erzielen?
Zu Beginn ging es mir nur darum meine Bilder zu präsentieren, hochauflösend. Eine Schwierigkeit stellte dies nicht wirklich dar. Doch so ganz war es nicht das, was ich mir vorstellte. Mein Internetauftritt soll nicht nur meine Arbeiten zeigen, sondern eine Art von Plattform werden. Meine Arbeiten, meine Art zu arbeiten und mit der Fotografie umzugehen soll sich in Form eines Blogs widerspiegeln. So entstand sehr schnell eine skalierbare Plattform auf Basis eines CMS. Designänderungen, Themenerweiterungen und Präsentationen sind somit auch mobil möglich und man kann damit auch seinen Fans/Follower über Facebook, Twitter erreichen ohne seine Daten und Arbeiten komplett abzugeben ohne die eigene Entscheidungsgewalt darüber zu verlieren.

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