MacOS oder Windows – Lohnt sich ein Wechsel?

Keine Frage erhitzt die Gemüter unter (Hobby-) Fotografen so sehr wie die Fragen Canon oder Nikon, bzw. MacOS oder Windows.  Heute werde ich mich auch mal zu diesem Thema äußern, denn ich spiele schon lange mit dem Gedanken von Windows wegzugehen. Linux war für mich schon immer „die Alternative“ als Betriebssystem. Gimp als Bildbearbeitung stand für mich auch eine Zeit lang im Fokus, aber wirklich überzeugt hat es mich nicht. Sicherlich gibt es Möglichkeiten mit gewisser Software auch Photoshop ans laufen zu bekommen, aber dann kann ich auch gleich bei Windows blieben und so entschied ich mich lange Zeit für Windows.

Full HD, Bluescreens, Hardwarehunger und Neuinstallationen

Soll ich wirklich wechseln, obwohl ich mit Windows zufrieden bin und alles so läuft wie ich es brauche? Wieso sollte ich dann wechseln? Richtig. Dafür deutlich mehr Geld in die Hand zu nehmen wäre rausgeschmissenes Geld und wer kann sich heute mal eben einen Mac leisten. – Kurz bevor es für mich in den Urlaub ging, erlitt meine Grafikkarte einen Schaden. Da keine Funktion mehr von ihr herrührt, musste natürlich eine neue her. Ich wollte jetzt auch nicht so viel Geld für sie ausgeben, so das ich erstmal keine besondere kaufte, denn der Gedanke an einen 4k Monitor mit einer entsprechenden Grafikkarte kreiste mir im Hinterkopf herum. Die Preise hierfür liegen jedoch immer noch in einem hohen Bereich, wenn man bestimmte Ansprüche daran hat.

Ein anderes Problem das Windows und Software hierfür hat, der stetig wachsende Leistungshunger. Hier eine neue Grafikkarte, dort ein anderes Motherboard, denn der neue Speicher für das neue Windows arbeitet mit dem Alten nicht zusammen. Aber noch schlimmer sind die elendigen Stunden für komplette Windows Neuinstallationen, weil mal wieder eine Deinstallationsroutine nicht funktionierte oder ein Tool zur Bereinigung von alter Software (die auch entfernt werden sollte) nötige Dateien entfernt haben. Mit Windows hat man eben auch mal Stunden über Stunden mit der Fehlerdiagnose und Lösungssuche verbracht. Die Sehnsucht nach einem System gemäß dem Motto „alles aus einer Hand wurde bei mir immer lauter“. Besonders wenn man daran denkt, man hat ein Shooting und der/die Kunde/in wartet auf ihre Bilder, doch das System steht nicht zur Verfügung.

Was spricht für mich für MacOS

Ich habe mich lange mit dem Betriebssystem und mit der Hardware der iMacs und der Mac Pros auseinandergesetzt. (Ein Macbook ist für mich alleine aus Performancegründen uninteressant) Einer der Hauptgründe ist für mich, Mac OS baut auf Unix auf. Unix ist eines der stabilsten und ausgefeiltesten Grundpfeiler eines Betriebssystems. Unter anderem durch die Benutzerverwaltung , die für eine hohe Sicherheit sorgt. Die überschaubare Hardwareauswahl sorgt dafür, dass die Treiber mit dem System problemlos zusammenarbeiten und das sich die Anwendungen auch auf Terminalebene bedienen lassen. Nicht zu vergessen, das Entfernen von Software ist simpel und erfordert kein stundenlanges Anpassen der Registrierung.

Falls ich dennoch eine Möglichkeit benötige Windows zu nutzen, kann ich das mit dem Einsatz einer anderen Software auch umsetzen. Immer wieder wird angesprochen, dass es nur wenig Software für den Mac geben soll. Ich kann dem so nicht zustimmen, denn jede Software die ich nutze steht auch auf dem Mac zur Verfügung. Unter anderem zum Beispiel auch Spiele wie WoW oder dem Football Manager von Sports Interactive.

Lohnt sich der Wechsel?

Diese Frage umgibt mich immer wieder. Vom Zeitaspekt gesehen, rechnet sich ein Mac. Der Anschaffungspreis ist natürlich deutlich höher, dennoch überzeugt die Möglichkeit auch die nächste, übernächste und die darauf folgenden Version von Mac OS nutzen zu können ohne weiteres Geld in die Hand zu nehmen. Bedenkt man das hochwertige Display eines iMacs z.B. muss man für einen Windows PC hier auch nochmal einiges Geld in die Hand nehmen.

Ein anderer Punkt ist zudem auch die Bedienung. In der Windowswelt hat man sich an Tasten wie z.B. die STRG / Alt & Alt-Gr gewöhnt, diese hat man bei einem Mac nicht mehr. Somit wird es auch noch einige Zeit benötigen, bis man sich daran gewöhnt hat. Noch ein großer Vorteil, vielleicht auch mehr eine Spielerei, ist die Integration des iPhones mit dem iMac. Eigentlich tendiere ich schon mehr zu einem Mac und finde, dass es sich für mich wirklich lohnen würde.

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