Blogserie: Kommunikation für ein TFP Shooting – Die Vorstellung

Blogserie: Kommunikation für ein TFP Shooting – Die Vorstellung

Gestern habe ich euch einen ersten einleitenden Überblick gegeben. Mit diesem Teil 2 meiner Blogserie zur Kommunikation gehe ich mehr ins Detail.

Wenn ich eine Idee für ein mögliches Projekt zusammengefasst habe, geht es natürlich darum diese Idee nicht gleich jedem in sozialen Netzwerken, auf der eigenen Seite, in einem Blogbeitrag oder auch jedem auf andere Art und Weise Kund zu tun. Bei manchen Ideen, vor allem wenn es sich um Shootingideen dreht, die ausgefallener sind oder auch schon einigen Einsatz dem Model abverlangt, kann ich natürlich nicht irgendeine nehmen, die gerade in einem sozialen Netzwerk nach Fotografen sucht. Es gibt leider viele, die wirklich auf jedes Gesuch reagieren. Doch das ist nicht meins. Ich reagiere darauf nur dann, wenn es entweder auf eine aktuelle Idee paßt oder ich eine andere Idee bekomme, nachdem ich ihr Gesuch gesehen habe.
Nehmen wir einfach mal ein ausgefallenes Setup aus dem Gothicumfeld. Wenn ich ein Model suche für ein Gothic Shooting in Mittelalterrichtung und ich genau sehe, dass derzeit nur Gesuche von Frauen zu sehen sind, die wirklich nichts mit dem Genre bzw. der Szene zu tun habe, muss man nicht erst das ganze Projekt vorstellen.

In so einem Fall bleibt mir dann nichts anderes übrig als ein Gesuch nach einem Model auf TFP Basis zu schalten und genau an dieser Stelle kommt jetzt eine Herausforderung ins Spiel. Dieses Gesuch sollte Neugier wecken und deutlich machen was für einen Typ man wirklich sucht mit nicht zu vielen Details. Das vereinfacht vieles. Unabhängig davon wie man in Kontakt tritt, die erste Kommunikation ist die entscheidende. Wenn das Interesse für eine gemeinsame Zusammenarbeit da ist und das Model für mich in Frage kommt, beginnt eine gezielte Vorstellung des Projekts. Dabei gebe ich dem Model immer die Möglichkeit auch eigene Ideen einzubringen, bzw. Wünsche oder Gedanken zu berücksichtigen. So wird es zu einer gemeinsamen Idee und die Vorfreude darauf dieses Projekt umzusetzen wird umso größer.

Das ist die einfache Variante. Aber wie sieht es aus, wenn bei der Vorstellung klar wird, dass es nicht das ist was ich mir vorgestellt habe? Ganz klar, ich werde direkt und offen. Nicht immer wird es so aufgenommen wie ich es mir wünsche. Umgekehrt kann es genauso sein. Doch nur so funktioniert es.
Vielleicht noch eine erfreuliche Anekdote. In der Weihnachtszeit suchte ich ein blondes Model für ein Shooting auf einem Weihnachtsmarkt mit rot weißer Weihnachtsmütze. Es meldeten sich 3 Hobbymodelle. 1 davon reagiere nicht auf meine Mail, eine weitere reagierte zwar, doch wurde sie ausfallend weil sie nicht das war, was ich mir vorstellte und die 3. passte eigentlich direkt. Wir besprachen alle wichtigen Punkte, doch am eigentlichen Shootingtag sagte sie mir 2 Stunden vorher ab. Leider sind solche Zeitintervalle keine Seltenheit. Das ganze Shooting abzusagen kam für mich nicht in Frage. Ich stellte kurzfristig ein neues Gesuch in einem sozialen Netzwerk ein und es meldete sich das Model, welches ausfallend wurde und erklärte sich. Schlußendlich fand das Shooting mit ihr statt. Nicht immer ist alles so wie es scheint, aus diesem Grund hat jeder bzw. jede eine 2. Chance bei mir offen. Dabei stellte sich heraus, dass sie vor der Kamera viel besser wirkte als die ersten Beispielaufnahmen von ihr hätten vermuten lassen.

Solche Erfahrungen zeigen deutlich, dass das besondere an den People Shootings die unterschiedlichen Charaktere sind und nur so kann man einige Wesenszüge mitablichten. Diese Ergebnisse die daraus entstehen sind oftmals die besonderen, die auf einfachen Wege wohl nur schwer hätten eingefangen werden können.

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