Blogserie: Kommunikation für ein TFP Shooting – „Ready for Action“ Das Shooting

Blogserie: Kommunikation für ein TFP Shooting – „Ready for Action“ Das Shooting

Akkus geladen? Check! Speicherkarten geleert und die nötigen Verzeichnisse angelegt? Check! Objektivlinse/Filter von Staub und Verunreinigungen befreit? Check! Batterien vom Blitzgerät geprüft und Ersatzbatterien eingepackt? Check! Kameratasche mit allem nötigen Zubehör gepackt? Check! – Dann kann es los gehen. Auf zum Shooting. –>

Schön wäre es, wenn alles so einfach wäre. Heute geht es um das, worauf die ganze Zeit hingearbeitet wurde. Das eigentliche Shooting. Doch das Equipment ist nur ein Aspekt. Viel wichtiger, wenn nicht sogar der ausschlaggebende Punkt des Shootings ist der Umgang mit dem Model. Im Regelfall hat man sich durch die erste Kontaktaufnahme kennengelernt und es wurde abgesprochen worum es bei diesem Shooting geht. Nachdem der TfP Vertrag unterschrieben wurde, gebe ich immer noch mal einen Überblick zu dem Ablauf des Shootings. Sofern eine Visagistin dabei ist, werden von ihr nochmal einige wichtige Punkte vor dem ersten Setup besprochen.

Meine Shootings beginnen zu Anfang immer mit einigen einfachen Aufnahmen um einfach eine Lockerheit zu beginn aufzubauen und so kann ich die ersten Aufnahmen präsentieren, wie ich mir die Stilrichtung vorstelle. Nicht nur das es so einfacher wird, dass eigentliche Projekt umzusetzen, viel mehr bekommt auch die Visagistin zusammen mit dem Model ein Gefühl dafür wo es in etwa hingehen wird.

Nicht immer ist alles Gold was glänzt. Dieses Sprichwort hat bei einem Outdoor Shooting auch oft seine Berechtigung. Das Model ist mit Begleitung beim Shooting, ein großer Vorteil um für Lockerheit und Wohlbefinden beim Model zu sorgen, aber auch ein Vorteil für den Fotografen. Ich spanne sehr gerne die Begleitperson in ein Shooting mit ein, sofern es nötig wäre.

Jetzt ist vielleicht der ganze Plan für das Shooting nicht umsetzbar, was dann?

„Ein Shootingabbruch kommt für mich nicht in Frage!!!“

Ein gutes Beispiel hierfür wäre ein Shooting in einer Location die z.b. abgebaut wurde oder es sollte auf einem Platz stattfinden, an dem vor wenigen Tagen eine Baustelle hochgezogen wurde oder sogar durch starke Regenfälle wäre zum Beispiel ein Rapsfeld oder ein Acker nicht wirklich begehbar oder das Shooting umsetzbar. Diesen Fall hatte ich im letzten Sommer (Anfang August). In einem Maisfeld bei untergehender Sonne sollte ein Bikinishooting mit 2 Modellen stattfinden. Alles war geplant, wenige Tage zuvor hatte ich mir das Feld angesehen und es waren wunderbare Bedingungen. Doch am Shootingtag war das Feld abgeerntet, obwohl die Erntezeit erst im September sein sollte. Was jetzt? Ich war froh, dass meine Modelle sehr spontan waren und wir haben das Shooting kurzer Hand an den Rhein-Herne-Kanal verlegt.
Manchmal bleibt einem nichts anderes übrig als einen Ausweichplan im Hinterkopf zu haben, um ein Shooting zum Erfolg zu führen, selbst wenn das eigentlich Shooting modifiziert werden muss.

Kommunikation im Vorfeld ist unabdingbar!!!

Meine Shootingprojekte konnten bisher immer so umgesetzt werden, wie ich sie geplant habe. Doch in dem vorherigen Fall sieht man, dass auch mal was dazwischen kommen kann und dann sollte man immer einen Ausweichplan im Kopf haben. Aus diesem Grund erfrage ich im Vorfeld auch immer, ob andere möglichen Projekte auch für das Model interessant wären. Gerade um so spontan und flexibel reagieren zu können.

Das Model ist abgesprungen und ein Ersatz muss her. HiSpeed Kommunikation?!

In Rücksprache mit einem meiner Modelle möchte ich euch ein Beispiel nahe bringen, welches mich sehr beeindruckt hat. Ich plante über einen längeren Zeitraum ein Shooting, an einer Location die uns tagtäglich begegnet. Es sollte ein Shooting werden, welches Ruhrpottflair, Ruhrpottromantik und Ausdrucksstärke durch das Model in ein Zusammenspiel gebracht werden sollte. Nur leider konnte dieses Shooting nicht stattfinden und es kam zu keinerlei Kommunikation (wenige Tage vorher). Somit war ich gezwungen eine Entscheidung zu treffen, entweder das Shooting wird nicht stattfinden oder ich gebe einem anderen Model eine Chance. Ich entschied mich für die 2. Variante, noch am selben Vormittag des Shootingtages. Dank eines sozialen Netzwerks meldete sich inner halb weniger Minuten das erste Model. Jetzt hieß es sie in die Kommunikation so schnell wie möglich einzuweihen. Worum geht es? Was ist das Ziel? Welches Outfit? In welchem Stil? Welche Posings benötige ich? und vor allem wie sieht die Location aus. Es funktionierte wunderbar. Durch so einen Zufall habe ich ein Model gefunden, mit der es nicht nur bei diesem einen Shooting bleiben wird.

Wie lange dauert ein Shooting bei mir?

Diese Frage kläre ich gerne im Vorfeld, aber man muss auch sagen, diese Angabe kann ich nicht immer zu 100% beantworten. In der Regel nehmen meine Shootings 3 Stunden in Anspruch, doch wenn das Shooting gut funktioniert und man gemeinsame Ideen im Verlauf des Shootings kombiniert, kann diese Zeitangabe auch mal bis zu 2-3 Stunden mehr Zeit in Anspruch nehmen. Entscheidend für jedes Shooting ist der Spaß vor und hinter der Kamera. Denn schließlich soll ein Shooting nicht nur zielorientiert sein, sondern auch Spaß machen.

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