Blogserie: Kommunikation für ein TFP Shooting – Der Auswahlprozess

Blogserie: Kommunikation für ein TFP Shooting – Der Auswahlprozess

Jetzt ist es schon wieder ein paar Tage her, seitdem ich meinen letzten Beitrag zu meiner Blogserie veröffentlicht habe. In der Zwischenzeit hatte ich wieder 2 TFP Shootings und gerade daher ist dieser Beitrag genau der richtige, denn genau an diesem Punkt bin ich gerade mit den beiden Shootings.

— Der Auswahlprozess —

Soll das Model in den Auswahlprozess eingebunden werden oder ist es Aufgabe des Fotografen zu entscheiden? Weder ja noch nein. Meist habe ich die Erfahrungen gemacht, dass das Model diese Entscheidung gerne mir überlässt. Es gibt jedoch auch das sehr kritische Model. Dabei geht es weniger um Kritik an meiner Arbeit, sondern viel mehr um Kritik an der eigenen Ausdrucksfähigkeit und genau dann sollte nach dem Shooting eine deutliche Kommunikation vorliegen. Zu Beginn habe ich oft die ausgewählten Fotos zu einem Foto mit mehreren kleinen Aufnahmen zusammengesetzt, damit sich das Model ihre Anzahl an Fotos, gemäß TFP-Vertrag, aussuchen konnte. Doch davon bin ich mittlerweile abgekommen. Durch Gespräche während des Shootings stellt sich schnell heraus, welche Aufnahmen für das Model die besonderen Aufnahmen sind und für sie den meisten „Aha“-Effekt auslösten und genau aus diesen erstelle ich eine Auswahl, zzgl. Aufnahmen die mir am besten gefielen. Damit bin ich bisher immer am besten gefahren. Doch eigentlich möchte ich gerade auf einen entscheidenden Punkt zu sprechen kommen, der Worst Case Fall.

Immer wieder höre ich, dass Hobbyfotografen alle ersten Aufnahmen dem Model zukommen lassen oder auch das man danach gefragt wird. Wie ich schon in einem vorherigen Beitrag schrieb, kommt das für mich nicht in Frage. Mein Model bekommt immer nur bearbeitete Aufnahmen, die meinen Ansprüchen an mich selbst gerecht werden. Doch was ist, wenn keine Aufnahme etwas geworden ist? Was ist wenn die Speicherkarte oder die Kamera einen defekt hatte? Dann heißt es Ehrlich zu sich selbst und vor allem zu seinem Model zu sein und mit offenen Karten zu spielen. Ich checke meine Kameraausrüstung vor jedem Shooting, doch es kann immer was unvorhergesehenes Geschehen und die meisten hätten dafür Verständnis. Doch viel schlimmer finde ich es, wenn man sich versucht mit Ausreden herauszureden.

Kommunikation bedeutet nicht nur das positive zu besprechen, sondern auch das zu besprechen wenn etwas schief gelaufen ist. Nur so kann Vertrauen aufgebaut werden und eine zukünftige Zusammenarbeit gefestigt werden.

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